Fragen und Antworten

Was ist das Besondere an eurer Privatschule?

Unser Bildungsangebot beinhaltet eine individuelle Begleitung jedes Kindes und Jugendlichen. Ermöglicht u.a. durch eine hohe Anzahl an anwesenden, gut ausgebildeten und erfahrenen Lehrpersonen. Dieser hohe Betreuungsschlüssel ermöglicht ein zielgerichtetes Lernen und viele Interaktionsmöglichkeiten für die einzelnen Kinder. Es finden weniger Störungen und Wartezeiten statt, wie diese an anderen Schulen anzutreffen sind. Sie fallen weitgehend weg.

Zusätzlich durch die achtsame Präsenz unserer LernbegleiterInnen wird es gelingen, am Bildungspunkt Eggerberg eine wohltuende und entwicklungsfördernde Atmosphäre zu schaffen, in welcher sich alle Beteiligten sicher, aufgehoben und angenommen fühlen. Bei allfälligen Konflikten betreiben die LernbegleiterInnen keine Symptombekämpfung, sondern gehen an die Wurzel. Sie erforschen diese zusammen mit den Kindern und tragen zur Bewusstwerdung der Ursache(n) bei. Der Bildungspunkt ist ein Begegnungs- und Lernort, an welchem das soziale Miteinander gestärkt und gelebt wird.

Somit werden die jungen Menschen sich später den beruflichen, sozialen und politischen Herausforderungen unserer Gesellschaft stellen können und können vertrauensvoll ihren eigenen Weg finden und gehen.

Was habt ihr für eine Einstellung zu den digitalen Medien?

Unser Bildungskonzept geht davon aus, dass der Mensch von Natur aus gerne lernt. Er möchte die Welt um sich herum erforschen und erklärbar machen; er möchte dazu gehören und ein Teil der Gesellschaft werden. In seinen Lerninteressen wird der Wille sichtbar, die Welt zu erkunden, die Anforderungen des Lebens zu meistern und seine Begabungen und Talente zu entfalten.

Aufgrund unserer langjährigen und breitgefächerten Erfahrung als Lehrpersonen und Eltern, bestärkt durch zahlreiche Wissenschaftsbereiche, sind wir überzeugt, dass junge Menschen durch direktes Erleben am meisten über sich und die Welt erfahren. Kinder lernen durch das Leben, durchs Tun, sowie durch Versuch und Irrtum und die daraus resultierende Adaption. Dies wiederum fördert die Resilienz. Zusammenhänge werden im realen Leben einfacher sichtbar und plausibler.

Es gibt vieles, was die Kinder im Alltag tun, das einen lehrplanrelevanten Bezug hat. Schärfen wir den Blick dafür, verschmilzt Lernen wieder mehr mit dem Leben. Je besser wir den Lehrplan kennen, umso leichter fällt es uns zu erkennen, dass sich Kinder bei Lebens- nahen Lernanlässen ganz automatisch mit vielen Bereichen des Lehrplans beschäftigen.

Beim Reflektieren unseres eigenen Lernverhaltens ist für viele leicht erkennbar, dass Lernen dann Sinn ergibt, wenn es im lebensweltlichen Kontext Anwendung findet oder wenn wir ein Ziel damit verbinden, welches für uns persönlich Sinn ergibt. Das ist bei Kindern nicht anders. -> Im Zusammenhang mit spannenden eigenen Projekten gewinnt dann beispielsweise auf einmal auch die Rechtschreibung an Wichtigkeit für das jeweilige Kind.

Interessenbezogenes und selbstgesteuertes Lernen funktionieren am besten, wenn den jungen Menschen eine anregende, abwechslungsreiche und lebensnahe Lernumgebung zur Verfügung gestellt wird, eingebettet in eine sichere Bindungsstruktur zu Erwachsenen. Unser Team begleitet die jungen Menschen am Bildungspunkt Eggerberg auf ihrem individuellen Lernweg, in ihren persönlichen und sozialen Prozessen. Wir Erwachsene sind durch unser ‚Sein‘ Vorbilder, Gegenüber und auch WissensvermittlerInnen. Wir geben emotionale und fachliche Unterstützung, Halt und Grenzen. Wir ‚lesen‘ das Kind und begleiten es in seinem Prozess.

Unser Lernangebot ist so differenziert, dass die Kinder und Jugendlichen entsprechend ihrer Ressourcen gefördert werden. Die jungen Menschen werden durch die reichhaltige Lernumgebung am Bildungspunkt Eggerberg, die vielseitig begabten LernbegleiterInnen und die bunte Vielfalt an anderen Kindern inspiriert. Sie erhalten zudem genügend Zeit, um angeeignetes Wissen zu vertiefen ohne nach einem in vielen Schulen vorgegeben 45 Minutentakt aus ihrem Lernprozess herausgerissen zu werden. Durch diese individuelle Zeiteinteilung können sich die jungen Menschen solange mit den jeweiligen Lerninhalten beschäftigen, bis sie diese tiefgründig verstanden haben. Die Lerninhalte werden nicht bloss für eine Prüfung auswendig gelernt und danach grösstenteils wieder vergessen.

Gibt es auch Tests an eurer Schule?

Die Arbeiten der Lernenden werden formativ beurteilt. Es erfolgt eine sofortige Rückmeldung. So erfahren die Lehrpersonen welche Kompetenzen bereits erfüllt sind.

Beim interessenbezogenen Lernen überlegen wir nicht so sehr, was das Kind lernen sollte, sondern reflektieren vielmehr, welche Kompetenzen es sich bei welchen Aktivitäten angeeignet hat. So kann das Kind in seinem Tempo lernen während die Bildungsverantwortlichen trotzdem den Überblick über den Entwicklungs- bzw. Lernstand haben.

Zur Vorbereitung auf mögliche Testsituationen in weiterführenden Schulen besteht selbstverständlich die Möglichkeit solche zu simulieren. Zudem überprüfen die Lernenden ihre Kompetenzen am Ende der 4H und 8H mit den kantonalen Jahresprüfungen. Auch diese dienen als Standortbestimmung.

Könnt ihr allen Interessenten einen Schulplatz garantieren?

Leider (noch) nicht. Da wir eine sehr kleine Schule bzw. ein familiärer Lernort sind, können wir nur begrenzt Kinder aufnehmen.

Ein schnelles Wachstum geschieht häufig auf Kosten der Qualität. Da uns aber ein hoher Standard sehr am Herzen liegt, sind wir bestrebt, in begrenztem Rahmen zu wachsen. Das ist zurzeit aber noch nicht spruchreif bzw. fix geplant.

Ich finde eure Schule super und würde meine Kinder gerne schicken, leider kann ich mir aber das Schulgeld nicht voll leisten. Gibt es da eine Unterstützungsmöglichkeit?

Ja, wir haben ein begrenztes Budget um Familien zu unterstützen, welche sich das Schulgeld nicht leisten können. Leider ist dies je nach Interesse nicht für alle Familien möglich. Unser grösster Wunsch ist, der Bildungspunkt Eggerberg allen Familien, die diesen Weg gehen möchten, zu ermöglichen! Deshalb sind wir auch intensiv damit beschäftigt Stiftungsgelder und Patenschaften zu akquirieren.

Wieviel kostet ein Schulplatz am Bildungspunkt Eggerberg?

Kindergarten 1H ab CHF 700.-

Primarschule ab CHF 900.-

Die Kosten für die Schulplätze verstehen sich monatlich und sind im Voraus zu begleichen.

Es können Unterstützungsmöglichkeiten besprochen werden.

Was meint ihr mit dem Begriff ‚freies Spielen‘?

Generell messen wir dem freien Spiel eine grosse Bedeutsamkeit zu. Wissen wir doch aus den Erkenntnissen der Entwicklungs- und Spielpsychologie wie auch aus der Neurowissenschaft, dass das Spielen die Fähigkeit des Gehirns ausbildet, später abstrakte Lerninhalte zu erarbeiten. Des Weiteren werden durch freies Spiel die Problemlösungsnetzwerke des Gehirns programmiert und nicht etwa durch zu frühes kognitives Lernen. Wachstum bzw. Entwicklung findet also v.a. im Spiel statt.

Das freie Spiel unterstützt die Entwicklung und den Aufbau des präfrontalen Kortex, welcher die Voraussetzung fürs spätere abstrahierende Lernen ist. Beim Spielen liegt der Schwerpunkt im Tun, bei der Arbeit bzw. fremdgesteuerten Lernen im Ergebnis. Damit ein Kind jedoch innerlich frei sein kann, muss es frei von Arbeit sein. Gerade im Kindergarten ist es uns deshalb sehr wichtig, dass die Kinder ihre Spiellust vollumfänglich ausleben dürfen. Im selbstgesteuerten Spiel werden jene Fähigkeiten geübt, die später im Erwachsenenalter relevant sein werden (Softskills). Dies jedoch ohne Konsequenzen zu erleben.